Aus Plancal Nova wird Trimble Nova: Innovation auf starkem Fundament

October 24, 2019

Mit der Version 15.1 seiner CAD/CAE-Software Plancal nova bietet Trimble seinen Kunden nicht nur eine Vielzahl neuer Funktionen und hilfreicher Erweiterungen, sondern vollzieht gleichzeitig einen Strategiewechsel. Durch die Umbenennung von Plancal nova in Trimble Nova treibt der Konzern den Umbau seines umfangreichen Portfolios an Bauindustrielösungen voran.  

In den vergangenen Jahren hatte Trimble eine Reihe von hochspezialisierten Softwareherstellern akquiriert ‒ darunter auch Plancal ‒ und deren Lösungen weiter unter ihren ursprünglichen Produktbezeichnungen vermarktet. "Mit der einheitlichen Namensgebung stärken wir den Brand "Trimble" im Hochbausegment", erklärt Claude Chassot, Director of Operation EMEA bei Trimble MEP.

Das bestehende Angebot von Softwarelösungen wie Plancal, Stabicad, Amtech, Accubid, Quickpen, Tekla, Manhatten, Vico, Viewpoint und e-Builder soll zukünftig nicht nur unter einem einheitlichen Brandname präsentiert werden, sondern über Software-Plattformen auch funktional enger zusammenwachsen. Ziel der Neustrukturierung ist es, nach den Worten von Claude Chassot, die Voraussetzungen für ein innovatives Building Information Modeling (BIM) zu schaffen, indem die fachliche Kommunikation aller an Bauprojekten beteiligten Bauherren, Architekten und Planer, Generalunternehmer, sowie der ausführenden Bauunternehmen miteinander verknüpft werden. "Unter Verwendung von konstruktiven Daten und Echtzeit-Kollaboration arbeiten alle Personen in allen Bauphasen und Prozesse nahtlos zusammen, stellen sicher, dass Leistungen termin- und budgetgerecht erbracht werden und optimieren so den gesamten Gebäudelebenszyklus des Planens, Bauens und Betreibens", so Claude Chassot.

Trimble Nova als leistungsstarke CAD/CAE-Komponente, die mit ihren optionalen Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektromodulen nahezu alle Facetten der technischen Gebäudeausrüstung unterstützt, wird im neuen Plattformkonzept eine Schlüsselrolle spielen.

 

 

Die Zukunft hat begonnen

 Der Innovationsdruck ist in der Bauindustrie in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Unternehmen gefordert sich von analogen, "statischen" Arbeitsweisen zu verabschieden und "dynamische" digitale Arbeitsprozesse zu entwickeln, in denen alle an einem Bauprojekt Beteiligten interaktiv miteinander kommunizieren. Immer mehr Bauherren möchten die Intelligenz, die in BIM-Planungsmodellen steckt, als Mehrwert ‒ beispielsweise für ein späteres Facility-Management nutzen. Architekten, Statiker und TGA-Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt: statt weiterhin mit papierbasierten Katalogen und Inventarlisten zu arbeiten, setzen Kostenplaner und Projektmanager aus der Gebäudetechnik-Branche immer häufiger auf cloudbasierte Datenbanken, in denen Angaben über herstellerspezifische Materialien und Bestände zentral verwaltet werden. Kostenvoranschläge können auf Basis dieser kontinuierlich aktualisierten Datenbestände exakter kalkuliert und Entwurfsprozesse gemeinsam bearbeitet und beschleunigt werden.

Nicht nur in den Konstruktionsbüros, auch auf der Baustelle kommen immer häufiger modernste Digitaltechnologien zum Einsatz. 3D-Scanner erlauben Datenerfassungen in höchster Geschwindigkeit und Präzision. Bei der anschließenden Datenmodellierung können vorhandene Rohre, Leitungen und andere Bauteile automatisch identifiziert und mittels geeigneter CAD-Software in 3D-Modellen exakt dargestellt werden.

Bei der Konzeptplanung der neuen Trimble Nova Version 15.1 haben es sich die Softwareentwickler zum Ziel gesetzt, die bestehende Plattform so weiterzuentwickeln , dass sie dem Anwender ein Höchstmaß an Investitionssicherheit im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung der Bauindustrie gewährleistet. Die Unterstützung zukunftsorientierter Schnittstellen und Standards floss ebenso in die Entwicklung ein, wie vielfältige Kundenwünsche hinsichtlich der Optimierung von Arbeitsprozessen. "Mit der Trimble Nova Version 15.1 stellen wir uns den technologischen Herausforderungen, mit denen Anbieter von TGA-Lösungen aktuell aber auch in naher Zukunft konfrontiert werden", verspricht der zuständige Produkt Marketing Manager Graziano Laveder und nennt exemplarisch einige Beispiele:

 

Neuerung: Immer aktuelle Stammdaten

 Die Stammdatenverwaltung bestehender Trimble Software-Lösungen wurde konsolidiert. Stammdaten werden ab sofort zentral über die Cloud-basierte Trimble Content Plattform verwaltet und  bereitgestellt. Je nach Bedarf werden Stammdaten aus der Cloud in den lokalen Datenpool des Anwenders übertragen. Beim Öffnen eines Projektes oder beim Öffnen der Katalogverwaltung in der Trimble Nova, wird automatisch geprüft, ob es auf dem Cloud-Server aktuellere Kataloge gibt als die im lokalen Datenpool vorhandenen. Dabei erscheint ein Fenster, welches Sie darauf hinweist, dass Trimble Nova auf Aktualisierungen der Datensätze prüft.

Das neue Verfahren ermöglicht es Trimble die Content-Bedürfnisse der Anwender kontinuierlich zu analysieren und in Kooperation mit den Herstellern ständig auf dem neuesten Stand zu halten.

"Die cloudbasierte Content-Library kann – im Vergleich zur früher praktizierten FTP-Ablage von Stammdaten – deutlich schneller aktualisiert und erweitert werden. Über Analysen kann zudem ermittelt werden, welche Komponenten besonders häufig nachgefragt werden. Das sollte dazu führen, dass die Premium Content Library rapide wachsen wird und wir den Herstellern viel genauer mitteilen können, welcher Content bevorzugt benötigt wird, wenn neue Kataloge veröffentlicht werden", erläutert Graziano Laveder.

 

Neuerung: Unkomplizierte Verarbeitung von IFC-Daten

 Nicht nur im Kontext mit BIM-Projekten, gewinnt der von buildingSMART International entwickelte Industry Foundation Classes (IFC)-Standard zunehmend an Bedeutung. Die erstmalig in Trimble Nova Version 15.1 integrierte IFC-Converter-Technologie erlaubt dem Anwender einen direkten Import von unterschiedlichsten IFC-Modellen. Neben einem vereinfachten Handling bietet der neue Import eine sehr große Zeitersparnis in den Anfangsphasen der Projekterstellung, d.h. beispielsweise bei der Erstellen der Gebäudestruktur, dem Erstellen der Architektur-Referenzen oder dem Erzeugen der Haustechnik-Modellzeichnungen.

 

Neuerung: Verhindern von Kollisionen

 Die Kollisionsprüfung in der Trimble Nova wurde überarbeitet, so dass nun noch leichter und deutlicher erkennbar ist, welche Bauteile mit welchen anderen Bauteilen kollidieren, so dass gegebenenfalls ein Durchbruch generiert werden muss, oder Bauteile verschiedener Gewerke doch versetzt werden müssen. Die Kommunikation über Kollisionen mit anderen Partnern eines Bauprojektes kann auf verschiedenen Ebenen passieren. Referenzzeichnungen können beispielsweise einfacher als bisher in die Kollisionsprüfung eingebunden werden.

 

Neuerung: Vereinfachung der Bedienung

Hohe Akzeptanz seitens der Benutzer und effiziente Arbeitsprozesse setzen eine intuitive Bedienung voraus. In engem Kontakt mit den nova-Anwendern wurde die Software-Oberfläche der Trimble Nova Version 15.1 weiter optimiert und den Anforderungen der Praxis angepasst. Neue Icons und eine Vielzahl hilfreicher Erweiterungen eröffnen dem Anwender zusätzliche Freiräume bei der Modellgestaltung. Beispielhaft dafür steht das überarbeitet Online Shading. Es wurde mit einer verbesserten Maussteuerung ausgestattet, sowie um weitere Funktionen ergänzt.

Auch das Monitor-Management wurde flexibler gestaltet. Es ist nun möglich, die Anzahl der Monitore zu bestimmen, mit der Trimble Nova starten soll. Man kann so bei einer Arbeitsstation mit drei Bildschirmen festlegen, dass Nova nur auf zwei Bildschirmen geöffnet wird. So kann der dritte Bildschirm gleichzeitig für eine andere Anwendung ‒ beispielsweise eine Excel-Tabelle ‒ verwendet werden.

 

Neuerung: BIM

Der Begriff Building Information Modeling (BIM) etabliert sich immer stärker innerhalb der Baubranche. Er steht stellvertretend für die Nutzung neuer Technologien, ermöglicht aber auch die Anwendung neuer Prozesse und Methoden. BIM beschreibt ein aus allen Fachmodellen zusammengesetztes gemeinsam genutztes Datenmodell. Während des Planungsprozesses wird dieses meist in dreidimensionalen, BIM-fähigen Softwaresystemen erstellt und mit Attributen sowie Parametrisierung versehen. Die einzelnen beteiligten Planer (Architektur, Gebäudetechnik usw.) können dabei gemeinsam am Modell arbeiten.

Am 15.1.2014 hatte das Europäische Parlament beschlossen, das Vergaberecht der Europäischen Union zu modernisieren, indem der Einsatz BIM zur Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen und Ausschreibungen empfohlen wird. Die deutsche Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, BIM ab Ende des Jahres 2020 bei allen neuen öffentlichen Projekten, die in Deutschland ausgeschrieben werden, einzusetzen. Der Einsatz virtueller Gebäudemodelle im gesamten Bausektor könnte nach Ansicht von Experten europaweit jährlich Einsparungen von 130 Mrd. Euro bewirken. (Quelle: Handbuch für die Einführung von Building Information Modelling (BIM) durch den europäischen öffentlichen Sektor.)

Trimble unterstützt aktiv die Weiterentwicklung von BIM-Technologien und stellt sicher, dass seine Produkte hinsichtlich der Unterstützung von Schnittstellen und Standards stets den neuesten Anforderungen entsprechen.

Der "Trimble Constructible Prozess": Unter Verwendung von konstruktiven Daten und Echtzeit-Kollaboration arbeiten alle Personen, Phasen und Prozesse nahtlos zusammen und optimieren somit den gesamten Gebäudelebenszyklus des Planens, Bauens und Betreibens.

 

Mit Trimble Connect verfügt Trimble über eine moderne, cloudbasierte BIM-Plattform. Sie bietet allen an einem Bauprojekt Beteiligten einen gemeinsamen virtuellen Projektraum. Mit Trimble Connect können Modelle, Zeichnungen und andere baurelevante Dokumente mit anderen Projektbeteiligten geteilt, abgestimmt, geprüft, referenziert und archiviert werden. Aktuell ermöglicht die Plattform den Datenaustausch mit mehr als 60 Branchenlösungen, darunter Revit, und Tekla Structures. Eine leistungsfähige offene Programmierschnittstelle ermöglicht die einfache Anpassung an weitere Applikationen. Die Cloud-Lösung bietet eine intuitive Benutzeroberfläche für Desktop-Computer und mobile Geräte (iOS und Android) und ist beliebig skalierbar.

 

Das Ohr stets am Puls der Zeit

Dass Stagnation Rückschritt bedeutet, ist hinsichtlich der dynamischen Entwicklung vieler Marktsegmente keine neue Erkenntnis und gilt mehr denn je für die Digitalisierung der Bauindustrie. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, unterstützt Trimble seine Kunden mit einem breiten Portfolio an Serviceleistungen. Gezielte Produkttrainings zählen ebenso dazu wie  kostenlose Whitepaper oder Schulungsvideos, die Anwender über den Youtube-Kanal "Trimble MEP DACH" oder als Kunde nach Anmeldung auf der Webseite von Trimble einsehen können.

"Die direkte Kommunikation mit den Anwendern der Trimble-Produkte ‒ egal ob im persönlichen Gespräch oder über Social Media-Kanäle wie den Trimble-Blog ‒ ist für uns eine unverzichtbare Informationsquelle für die Optimierung und technologische Weiterentwicklung unserer Produkte. Sie gewährleistet die Zukunftsfähigkeit unserer Lösungen und trägt damit gleichzeitig zum geschäftlichen Erfolg unserer Kunden bei", so Graziano Laveder.

 
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Video-Tutorials: Neues in 15-1

In diesen Video-Tutorials lernen Sie, mit den neuesten Funktionen von Trimble Nova 15.1 zu arbeiten.

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